
Kompetenzfeststellung
Häufig gestellte Fragen
- 01
Wann muss ich meine Qualifikation anerkennen lassen?
Ob und wie Sie Ihre Qualifikation anerkennen lassen müssen bzw. können, hängt unter anderem davon ab, ob Ihr Beruf/Ihre Qualifikation in Österreich reglementiert ist. Wenn Ihr Beruf/Ihre Qualifikation in Österreich nicht reglementiert ist, ist grundsätzlich keine Anerkennung verpflichtend notwendig.
Eine Bewertung – eine freiwillige Anerkennung – kann trotzdem sinnvoll sein, z.B. wenn es um die Einordnung von Qualifikationen in Kollektivverträge, die Einordnung in betrieblichen Gehaltsschemata oder um die Beschäftigung im öffentlichen Bereich geht.
Beispiel: Die Ausbildung bzw. Berufsausübung von Yogalehrer:innen ist in Österreich nicht reglementiert. Daher müssen Sie Ihre Yogalehrerausbildung in Österreich nicht anerkennen lassen, um in Österreich als Yogalehrer tätig zu sein.
- 02
Was sind reglementierte Berufe?
Um einen reglementierte Beruf selbsständig ausüben zu können, muss die Person eine bestimmte Qualifikation bzw. einen Titel aufweisen. Welche Berufe reglementiert sind und welche Anforderungen für ihre Ausübung erforderlich sind, ist in der EU unterschiedlich. Qualifizierte Fachkräfte, die sich für Stellen in anderen EU-Ländern bewerben wollen, müssen sich daher erst darüber informieren, welche Bedingungen erfüllt werden müssen.
- 03
Welche reglementierten Berufe gibt es?
Um einen Überblick über die reglementierten Berufe in der EU und den Zugang zu diesen Berufsgruppen zu bekommen, hat jedes EU-Land eine Liste seiner reglementierten Berufe erstellt. Anschließend wurde eine gegenseitige Bewertung der Bedingungen für den Zugang zu den Berufen vorgenommen.
Ziel war es, einen einfacheren Zugang zu den Informationen über reglementierte Berufe in den EU-Ländern zu schaffen.
Es wurde außerdem eine Datenbank mit einer aktuellen Liste der reglementierten Berufe erstellt, die auch Informationen über die Voraussetzungen der Berufsausübung in den einzelnen EU- und EWR-Ländern sowie der Schweiz beinhaltet: Regulated professions databaseRegulated professions database (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)
Eine interaktive Karteinteraktive Karte (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) zeigt darüber hinaus eine Verteilung der reglementierten Berufe nach Wirtschaftszweig in den einzelnen Ländern.
- 04
Für welche Berufe benötige ich die European Professional Card (EPC)?
Dabei handelt es sich um ein elektronisches Zertifikat, das über ein EU-weites Online-Verfahren zur Anerkennung von Qualifikationen ausgestellt wird. Es könnte in Zukunft auch auf andere Berufe ausgeweitet werden.
Seit dem 18. Januar 2016 gilt für vorerst folgende 5 Berufe die European Professional Card (EPC):
- Krankenpflege
- Physiotherapeut:innen
- Apotheker:innen
- Immobilienmakler:innen
- Bergführer:innen - 05
Wo kann ich meine im Ausland erworbene Qualifikation anerkennen lassen?
Damit die Qualifikationen, die eine Person (aus einem EU- oder EWR Staat bzw. aus einem Drittstaat) vorweist auch anerkannt werden, ist es wichtig sich rechtzeitig bei der zuständigen Stelle in Österreich zu informieren. So können gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Maßnahmen für die Anrechnung von diesen getroffen werden und die Ausübung des Berufs verzögert sich nicht unnötig.
Es gibt in Österreich insgesamt vier Anlaufstellen, die für die Anerkennung und Bewertung von im Ausland erworbenen Qualifikationen zuständig sind. Sie befinden sich in Wien, Linz, Graz und Innsbruck. Darüber hinaus finden wöchentliche Sprechtage in allen weiteren Landeshauptstädten Österreichs statt.
- AST Wien, AST Niederösterreich und Nordburgenland sowie die Koordination der Anlaufstellen (AST-Koordination) beim Beratungszentrum für Migrant:innen in Wien
- AST Oberösterreich und Salzburg bei migrare – Zentrum für Migrant:innen OÖ in Linz
- AST Steiermark, Kärnten und Südburgenland bei ZEBRA – Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum in Graz und
- AST Tirol und Vorarlberg bei ZeMiT – Zentrum für Migrant:innen in Tirol in InnsbruckMit dem Ziel eine qualifikationsadäquate Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, wird im Sinne des § 5 Anerkennungs- und Bewertungsgesetzes (AuBG) eine kostenlose mehrsprachige Information, Beratung und Begleitung im gesamten Anerkennungs- bzw. Bewertungsverfahren angeboten.
Dabei wird zunächst abgeklärt, ob eine formale Anerkennung notwendig bzw. möglich ist. Gegebenenfalls werden beglaubigte Übersetzungen von Diplomen und Zeugnissen eingeholt. Es wird Unterstützung bei der Beantragung von Bewertungen und falls erforderlich im Anerkennungsprozess angeboten. Darüber hinaus wird über weiterführende Bildungs- und Beratungsmöglichkeiten informiert. Sollte eine Anerkennung nicht möglich sein, werden von dem/der zuständigen AST-Berater:in Alternativen ausgearbeitet und falls erforderlich, der Kontakt zu Kooperationspartner:innen hergestellt.
Der kostenlose Service der ASTen steht in Österreich wohnhaften Personen zur Verfügung, die im Ausland berufliche Qualifikationen erworben haben, welche über die Pflichtschule hinausgehen. Das Beratungsangebot richtet sich an Personen, die grundsätzlich Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt haben, ist jedoch unabhängig von deren Beschäftigungsstatus (arbeitslos, berufstätig), Staatsbürgerschaft oder Herkunft.
Ziel ist es die individuellen Potenziale von qualifizierten Personen aus dem Ausland zu fördern und damit wertvolle Fachkräfte für den österreichischen Arbeitsmarkt zu sichern.
Nähere Informationen unter www.anlaufstelle-anerkennung.atwww.anlaufstelle-anerkennung.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)
- 06
Wie kann ich in Österreich studieren?
An einer österreichischen Universität dürfen nur Personen mit allgemeiner Universitätsreife studieren. Als Nachweis dafür dient meistens das Abschlusszeugnis einer höheren Schule. Sollte das Zeugnis nicht auf Deutsch oder Englisch vorliegen, müssen Sie es für den Einwanderungsprozess nach Österreich übersetzen lassen.
Nostrifizierung ausländischer Studienabschlüsse
Um einen Antrag zur Nostrifizierung (Anerkennung) stellen zu können, muss in Österreich der Nachweis für die Notwendigkeit der Nostrifizierung erbracht werden.
- Die Nostrifizierung beruht auf einem Vergleich der Studienpläne. Wenn keine Nostrifizierung möglich oder notwendig ist, können Sie Ihren Abschluss bewerten lassen oder die Gleichwertigkeit feststellen lassen.
- Zuständig ist die jeweilige Universität, Fachhochschule bzw. Pädagogische Hochschule, mit deren Abschluss ein ausländischer Grad gleichgehalten werden soll. Ein Nostrifizierungsantrag darf nur einmal an einer einzigen österreichischen Hochschule gestellt werden. Sie können sich auf www.nostrifizierung.atwww.nostrifizierung.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) genauer über diese Verfahren informieren.
Wenn Sie in Österreich studieren möchten, können Sie außerdem eine Nostrifikation Ihres ausländischen Schulzeugnisses bzw. Maturazeugnisses beantragen. Die Nostrifikation von ausländischen Schulzeugnissen und Reifezeugnissen zielt auf die möglichst vollständige Gleichhaltung der Inhalte vorgelegter Zeugnisse mit österreichischen Lehrplänen ab. Größere Abweichungen müssen durch Ergänzungsprüfungen ausgeglichen werden. Es gibt außerdem bilaterale Abkommen, mit denen bestimmte Schulabschlusszeugnisse als gleichwertig anerkannt werden. In diesen Fällen muss die Gleichwertigkeit nicht mehr inhaltlich überprüft, sondern nur noch administrativ bestätigt werden. Die administrative Bestätigung erfolgt direkt durch die Universität, Fachhochschule bzw. Pädagogische Hochschule, an der Sie studieren möchten.
Zuständige Stelle ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und ForschungBundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Eine Nostrifizierung ist in der Regel nicht notwendig:
- für Hochschulabschlüsse, die innerhalb der EU erworben wurden: Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie eine Tätigkeit im öffentlichen bzw. im gesetzlich reglementierten Bereich (z.B. als Zivilingenieurin/Zivilingenieur, Rechtsanwältin/Rechtsanwalt, Lehrerin/Lehrer oder in bestimmten Gewerben) anstreben oder Sie Ihr Diplom in einem EU/EWR-Staat bzw. in der Schweiz erworben haben und dort bereits ein vergleichbares Berufsrecht besitzen.
- wenn Sie in einem Land studiert haben, mit dem ein bilaterales Abkommen besteht, das die Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse garantiert (z.B. mit Bosnien und Herzegowina, China, Kosovo, Mongolei, Montenegro, Schweiz, Serbien). In diesem Fall ist meist nur eine Feststellung der Gleichwertigkeit notwendig. Die Gleichwertigkeit muss nicht mehr inhaltlich überprüft, sondern nur noch administrativ bestätigt werden. Zuständige Stelle dafür ist ENIC NARIC Austria im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.
- wenn Ihre Qualifikation/Ihr Beruf in Österreich nicht reglementiert ist. Sie können aber eine (freiwillige) Bewertung Ihrer Qualifikation vornehmen lassen.
- wenn Sie ein reglementiertes Gewerbe nicht selbstständig, sondern als Angestellte oder Angestellter ausüben möchten.
Ziel der Anerkennung ausländischer akademischer Grade und (Hoch-)Schulabschlüsse ist es, eine möglichst genaue Übereinstimmung mit österreichischen Abschlüssen herzustellen.
Im Gegensatz zur Bewertung handelt es sich bei der Nostrifizierung um eine formale Anerkennung, mit unmittelbarer Rechtswirkung: Mit der Nostrifizierung wird ein ausländischer Studienabschluss völlig gleichgestellt mit dem Abschluss eines österreichischen Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktoratsstudiums. Sie haben damit also das Recht, den Beruf auszuüben, der in Österreich mit diesem Studienabschluss verbunden ist, und den entsprechenden österreichischen akademischen Grad zu führen.
Sie brauchen eine Nostrifizierung z.B. dann, wenn Sie selbstständig in einem Gewerbe tätig werden möchten.
Wichtige Hinweise
Ziel der Anerkennung ausländischer akademischer Grade und (Hoch-)Schulabschlüsse ist es, eine möglichst genaue Übereinstimmung mit österreichischen Abschlüssen herzustellen.
Im Gegensatz zur Bewertung handelt es sich bei der Nostrifizierung um eine formale Anerkennung, mit unmittelbarer Rechtswirkung: Mit der Nostrifizierung wird ein ausländischer Studienabschluss völlig gleichgestellt mit dem Abschluss eines österreichischen Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktoratsstudiums. Sie haben damit also das Recht, den Beruf auszuüben, der in Österreich mit diesem Studienabschluss verbunden ist, und den entsprechenden österreichischen akademischen Grad zu führen.
Sie brauchen eine Nostrifizierung z.B. dann, wenn Sie selbstständig in einem Gewerbe tätig werden möchten.
Um einen Antrag zur Nostrifizierung (Anerkennung) stellen zu können, muss in Österreich der Nachweis für die Notwendigkeit der Nostrifizierung erbracht werden.
- Die Nostrifizierung beruht auf einem Vergleich der Studienpläne. Wenn keine Nostrifizierung möglich oder notwendig ist, können Sie Ihren Abschluss bewerten lassen oder die Gleichwertigkeit feststellen lassen.
- Zuständig ist die jeweilige Universität, Fachhochschule bzw. Pädagogische Hochschule, mit deren Abschluss ein ausländischer Grad gleichgehalten werden soll. Ein Nostrifizierungsantrag darf nur einmal an einer einzigen österreichischen Hochschule gestellt werden. Sie können sich auf www.nostrifizierung.atwww.nostrifizierung.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) genauer über diese Verfahren informieren.
Wenn Sie in Österreich studieren möchten, können Sie außerdem eine Nostrifikation Ihres ausländischen Schulzeugnisses bzw. Maturazeugnisses beantragen. Die Nostrifikation von ausländischen Schulzeugnissen und Reifezeugnissen zielt auf die möglichst vollständige Gleichhaltung der Inhalte vorgelegter Zeugnisse mit österreichischen Lehrplänen ab. Größere Abweichungen müssen durch Ergänzungsprüfungen ausgeglichen werden. Es gibt außerdem bilaterale Abkommen, mit denen bestimmte Schulabschlusszeugnisse als gleichwertig anerkannt werden. In diesen Fällen muss die Gleichwertigkeit nicht mehr inhaltlich überprüft, sondern nur noch administrativ bestätigt werden. Die administrative Bestätigung erfolgt direkt durch die Universität, Fachhochschule bzw. Pädagogische Hochschule, an der Sie studieren möchten.
Zuständige Stelle ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und ForschungBundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Wichtige Hinweise
Eine Nostrifizierung ist in der Regel nicht notwendig:
- für Hochschulabschlüsse, die innerhalb der EU erworben wurden: Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie eine Tätigkeit im öffentlichen bzw. im gesetzlich reglementierten Bereich (z.B. als Zivilingenieurin/Zivilingenieur, Rechtsanwältin/Rechtsanwalt, Lehrerin/Lehrer oder in bestimmten Gewerben) anstreben oder Sie Ihr Diplom in einem EU/EWR-Staat bzw. in der Schweiz erworben haben und dort bereits ein vergleichbares Berufsrecht besitzen.
- wenn Sie in einem Land studiert haben, mit dem ein bilaterales Abkommen besteht, das die Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse garantiert (z.B. mit Bosnien und Herzegowina, China, Kosovo, Mongolei, Montenegro, Schweiz, Serbien). In diesem Fall ist meist nur eine Feststellung der Gleichwertigkeit notwendig. Die Gleichwertigkeit muss nicht mehr inhaltlich überprüft, sondern nur noch administrativ bestätigt werden. Zuständige Stelle dafür ist ENIC NARIC Austria im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.
- wenn Ihre Qualifikation/Ihr Beruf in Österreich nicht reglementiert ist. Sie können aber eine (freiwillige) Bewertung Ihrer Qualifikation vornehmen lassen.
- wenn Sie ein reglementiertes Gewerbe nicht selbstständig, sondern als Angestellte oder Angestellter ausüben möchten.
Achtung
Freie Berufe (wie z.B. die Tätigkeit als Ärztin oder Arzt, Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt, Musikerin oder Musiker) sind keine Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung! Für einige freie Berufe regeln eigene Rechtsvorschriften die selbstständige und in vielen Fällen auch unselbstständige Berufsausübung (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.). Die Aufnahme der Berufstätigkeit muss eigenen Interessensvertretungen (z.B. Kammern) gemeldet werden, die oft die Eintragung in eine Liste (z.B. Ärzteliste) vorsieht. Dafür sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, die meist eine Nostrifizierung des in einem Drittstaat erworbenen Studienabschlusses vor. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstlerin oder Künstler, Schriftstellerin oder Schriftsteller, Journalistin oder Journalist bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
Bewertung von ausländischen Studienabschlüssen
Die Bewertung ist kein Bescheid und keine formale Anerkennung, also ist sie nicht bindend. Die akademische Wertung ausländischer Diplome kann aber trotzdem sehr hilfreich und unterstützend sein, z.B. bei der Arbeitssuche und im Bewerbungsverfahren.
Die Bewertung eines ausländischen Hochschuldiploms zu beantragen ist oft dann sinnvoll, wenn keine Nostrifizierung notwendig oder möglich ist. Die Ausstellung ist kostenpflichtig:
- €150,- für die Bewertung von bis zu zwei Qualifikationen pro Antrag
- €200,- für die Bewertung von drei oder mehr Qualifikationen pro Antrag
Das Bewertungsgutachten enthält z.B. folgende Inhalte: Informationen zur Ausbildungsinstitution, grundsätzliche Einstufung (Niveau, Umfang der Ausbildung etc.) und Vergleich mit österreichischen Studienabschlüssen.
Zuständige Stelle ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, genauer: ENIC NARIC AUSTRIA – Nationales Informationszentrum für akademische Anerkennung. Die Antragstellung erfolgt online unter www.aais.atwww.aais.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Auch ausländische Schulabschlusszeugnisse können bewertet werden. Die Bewertung ausländischer Abschlusszeugnisse soll die Einschätzung von im Ausland erworbenen Schulabschlüssen erleichtern, sowie eine grundsätzliche Beurteilung der Vergleichbarkeit mit einem österreichischen Schulabschluss ermöglichen. Die Bewertung ersetzt nicht die Anerkennung von Qualifikationen für den Zugang zu gesetzlich geregelten Berufen oder die Nostrifizierung von Zeugnissen. Der Antrag ist kostenlos. Zuständige Stelle ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Die Antragstellung erfolgt online unter www.asbb.atwww.asbb.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Wenn Sie in einem Beruf arbeiten möchten, der in Österreich nicht reglementiert ist, müssen Sie Ihre Qualifikation nicht anerkennen bzw. nostrifizieren lassen. Sie können Ihr Abschlussdiplom aber trotzdem bewerten lassen. Eine Bewertung ist eine offizielle Empfehlung bzw. ein Gutachten, das zur besseren Einschätzung Ihres Diploms für Arbeitgeber in Österreich bzw. für das AMS (Arbeitsmarktservice) dient.
Wenn Sie in einem Beruf arbeiten möchten, der in Österreich nicht reglementiert ist, müssen Sie Ihre Qualifikation nicht anerkennen bzw. nostrifizieren lassen. Sie können Ihr Abschlussdiplom aber trotzdem bewerten lassen. Eine Bewertung ist eine offizielle Empfehlung bzw. ein Gutachten, das zur besseren Einschätzung Ihres Diploms für Arbeitgeber in Österreich bzw. für das AMS (Arbeitsmarktservice) dient.
Die Bewertung ist kein Bescheid und keine formale Anerkennung, also ist sie nicht bindend. Die akademische Wertung ausländischer Diplome kann aber trotzdem sehr hilfreich und unterstützend sein, z.B. bei der Arbeitssuche und im Bewerbungsverfahren.
Die Bewertung eines ausländischen Hochschuldiploms zu beantragen ist oft dann sinnvoll, wenn keine Nostrifizierung notwendig oder möglich ist. Die Ausstellung ist kostenpflichtig:
- €150,- für die Bewertung von bis zu zwei Qualifikationen pro Antrag
- €200,- für die Bewertung von drei oder mehr Qualifikationen pro Antrag
Das Bewertungsgutachten enthält z.B. folgende Inhalte: Informationen zur Ausbildungsinstitution, grundsätzliche Einstufung (Niveau, Umfang der Ausbildung etc.) und Vergleich mit österreichischen Studienabschlüssen.
Zuständige Stelle ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, genauer: ENIC NARIC AUSTRIA – Nationales Informationszentrum für akademische Anerkennung. Die Antragstellung erfolgt online unter www.aais.atwww.aais.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Auch ausländische Schulabschlusszeugnisse können bewertet werden. Die Bewertung ausländischer Abschlusszeugnisse soll die Einschätzung von im Ausland erworbenen Schulabschlüssen erleichtern, sowie eine grundsätzliche Beurteilung der Vergleichbarkeit mit einem österreichischen Schulabschluss ermöglichen. Die Bewertung ersetzt nicht die Anerkennung von Qualifikationen für den Zugang zu gesetzlich geregelten Berufen oder die Nostrifizierung von Zeugnissen. Der Antrag ist kostenlos. Zuständige Stelle ist das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Die Antragstellung erfolgt online unter www.asbb.atwww.asbb.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Achtung
In allen Fällen ist es wichtig, dass Sie genügend Bearbeitungszeit einplanen. Ein Anerkennungsverfahren kann mehrere Wochen dauern. Außerdem kann es sein, dass Ihre Ausbildungsdokumente bestimmte Verifizierungen haben müssen, um anerkannt zu werden. Erkundigen Sie sich für alle Details bitte direkt bei der zuständigen Stelle bzw. Behörde.
Sie müssen dafür gleichwertige fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen, die dem österreichischen Berufsbild bzw. dem österreichischen Lehrabschluss entsprechen. Es muss dabei auch ein praktischer Anteil der Ausbildung nachgewiesen werden, der dem österreichischen Lehrabschluss entspricht. Dabei kann Berufserfahrung im In- und Ausland berücksichtigt werden.
Der Antrag auf Gleichhaltung kann zu einer vollen Gleichhaltung oder zur Zulassung zur verkürzten Lehrabschlussprüfung (praktische Prüfung und/oder Fachgespräch) bzw. Ergänzungsprüfungen (wenn Ausbildungsunterschiede bestehen) führen.
Einige in Deutschland, Ungarn oder Südtirol abgeschlossene Berufsausbildungen sind aufgrund von Berufsbildungsabkommen voll gleichgehalten.
Zuständig ist das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Nähere Informationen finden Sie im Anerkennungs-WegweiserAnerkennungs-Wegweiser (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Durch Schule und/oder durch Arbeit erworbene berufliche ausländische Qualifikationen können – unabhängig davon, ob es sich um eine Ausbildung aus einem EU/EWR-Staat handelt oder nicht - mit einem einschlägigen österreichischen Lehrabschluss gleichgehalten werden.
Gleichhaltung von Lehrberufsabschlüssen
Durch Schule und/oder durch Arbeit erworbene berufliche ausländische Qualifikationen können – unabhängig davon, ob es sich um eine Ausbildung aus einem EU/EWR-Staat handelt oder nicht - mit einem einschlägigen österreichischen Lehrabschluss gleichgehalten werden.
Sie müssen dafür gleichwertige fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen, die dem österreichischen Berufsbild bzw. dem österreichischen Lehrabschluss entsprechen. Es muss dabei auch ein praktischer Anteil der Ausbildung nachgewiesen werden, der dem österreichischen Lehrabschluss entspricht. Dabei kann Berufserfahrung im In- und Ausland berücksichtigt werden.
Der Antrag auf Gleichhaltung kann zu einer vollen Gleichhaltung oder zur Zulassung zur verkürzten Lehrabschlussprüfung (praktische Prüfung und/oder Fachgespräch) bzw. Ergänzungsprüfungen (wenn Ausbildungsunterschiede bestehen) führen.
Einige in Deutschland, Ungarn oder Südtirol abgeschlossene Berufsausbildungen sind aufgrund von Berufsbildungsabkommen voll gleichgehalten.
Zuständig ist das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Nähere Informationen finden Sie im Anerkennungs-WegweiserAnerkennungs-Wegweiser (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet).
Wenn Sie in Ihrem Herkunftsland das Berufsrecht für Ihren Beruf erworben haben und jetzt in Österreich in diesem Beruf arbeiten wollen, der eine sogenannte "reglementierte" Tätigkeit ist, erfordert dies in der Regel weitere Schritte. Je nachdem, welchen Beruf Sie ausüben wollen, müssen Sie z.B. ein Studium oder einen Lehrabschluss haben. In Österreich gibt es viele reglementierte Berufe, für die jeweils unterschiedliche Stellen zuständig sind. Diese Stellen sind auch für das jeweilige Anerkennungsverfahren zuständig.
Sie haben in der EU, im EWR oder in der Schweiz ein Hochschulstudium abgeschlossen und sind EU-Bürger:in, EWR-Bürger:in oder Schweizer:in? Dann gilt für sie die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie.
Berufliche Anerkennung/Berufszulassung
Sie haben in der EU, im EWR oder in der Schweiz ein Hochschulstudium abgeschlossen und sind EU-Bürger:in, EWR-Bürger:in oder Schweizer:in? Dann gilt für sie die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie.
Wenn Sie in Ihrem Herkunftsland das Berufsrecht für Ihren Beruf erworben haben und jetzt in Österreich in diesem Beruf arbeiten wollen, der eine sogenannte "reglementierte" Tätigkeit ist, erfordert dies in der Regel weitere Schritte. Je nachdem, welchen Beruf Sie ausüben wollen, müssen Sie z.B. ein Studium oder einen Lehrabschluss haben. In Österreich gibt es viele reglementierte Berufe, für die jeweils unterschiedliche Stellen zuständig sind. Diese Stellen sind auch für das jeweilige Anerkennungsverfahren zuständig.
Abhängig von der Art der reglementierten Berufe gibt es folgende Formen der beruflichen Anerkennung:
- 01
Anerkennung von Berufsqualifikationen durch Vergleich mit österreichischen Qualifikationsanforderungen
Die Anerkennung von Berufsqualifikationen (insbesondere für die Ausübung von Gewerben) innerhalb der EU kann durch eine Gleichartigkeitsprüfung erfolgen. Diese wird von der Behörde – im Sinne einer NostrifizierungNostrifizierung (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) – geprüft, wenn es sich nicht um eine Qualifikation handelt, die automatisch anerkannt wird.
- 02
Automatische Anerkennung auf Grundlage entsprechender Ausbildungserfahrungen
Für einige Berufe gilt, dass die Qualifikationen von EU-Bürger:innen, EWR-Bürger:innen sowie von Staatsangehörigen der Schweiz „automatisch“ anerkannt werden, sofern sie in ihrem Herkunftsstaat das entsprechende Berufsrecht erworben haben, also den Beruf in ihrem Herkunftsstaat selbstständig ausüben dürfen. Es spielt keine Rolle, ob die Berufsausübung in Österreich als Selbstständige:r oder als Arbeitnehmer:in erfolgen soll.
Die Qualifikationen von folgenden Berufen werden automatisch anerkannt:
- Ärzt:innen
- Krankenpfleger:innen
- Hebammen
- Zahnärzt:innen
- Apotheker:innen
- Architekt:innen und
- Tierärzt:innenDas bedeutet, dass Sie Ihren Qualifikationsnachweis (beglaubigte Kopie und zertifizierte Übersetzung) einreichen und die Genehmigung der österreichischen Behörden abwarten müssen. Die Behörden überprüfen dabei nicht die Ausbildung, sondern nur die Echtheit der Dokumente. Erst nach der Genehmigung dürfen Sie Ihre Tätigkeit in Österreich ausüben.
Voraussetzung dafür ist je nach Beruf z.B. der Abschluss eines Universitäts-Studiums, der Abschluss weiterer Berufsausbildungen (z.B. in Österreich die Induktionsphase für Lehrer:innen oder die Ausbildung der Ärzt:innen nach ihrer Promotion) und das Bestehen eines unmittelbaren Berufsrechtes für eine entsprechende Tätigkeit.
Bitte beachten Sie, dass die zuständige Behörde neben solchen Berufsbefähigungszeugnissen auch andere Unterlagen verlangen kann!
- 03
Anzeige grenzüberschreitender Dienstleistungen
Eine grenzüberschreitende Dienstleistung erbringen Sie dann, wenn Sie eine Tätigkeit in einem anderen EU-Mitgliedsstaat vorübergehend gewerblich (also selbstständig) ausüben. Wenn Sie als Dienstleister Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer entsenden, gelten zusätzlich die Bestimmungen für die Entsendung.
Die Anzeige grenzüberschreitender Dienstleistungen ist nur eine Möglichkeit, wenn die Tätigkeit nur vorübergehend und gelegentlich ausgeübt wird und Sie sich nicht in Österreich niederlassen wollen. Die Anzeige ist einmal jährlich zu erneuern, wenn Sie als Unternehmen beabsichtigen, während des betreffenden Jahres in Österreich Dienstleistungen zu erbringen. Die jährliche Erneuerung der Anzeige wird in das Dienstleisterregister eingetragen.
Bei Tätigkeiten auf dem Gebiet von in Österreich reglementierten Gewerbenin Österreich reglementierten Gewerben (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) (z.B. Bäckerin/Bäcker, Bodenlegerin/Bodenleger, Kosmetikerin/Kosmetiker) ist eine Anzeige über die Erbringung grenzüberschreitender Dienstleistungen bzw. deren Kenntnisnahme durch das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort erforderlich.
Achtung
In folgenden Fällen müssen Ihre Qualifikation nicht anerkennen bzw. nostrifizieren lassen:
- die gewerbliche Tätigkeit sowohl in Österreich als auch im Herkunftsland reglementiert ist
- oder eine reglementierte Ausbildung vorliegt
- oder Sie die gewerbliche Tätigkeit mindestens ein Jahr während der vorhergehenden zehn Jahre in Ihrem Herkunftsland ausgeübt haben
Nur Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der EU und des EWR können sich in der Regel auf diese Bestimmungen berufen, weil sie sich auf die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie stützen.
Dieser Vorgang im Zusammenhang mit EU-Ausbildungen wird berufliche Anerkennung bzw. Berufszulassung genannt.
- Die Ausbildung wird dann automatisch anerkannt (nur bei Ärzt:innen, Krankenpfleger:innen, Hebammen, Zahnärzt:innen, Apotheker:innen, Architekt:innen, Tierärzt:innen).
- Sonst wird die Gleichwertigkeit im Einzelfall geprüft und gegebenenfalls durch Ergänzungsprüfungen in Österreich hergestellt.
Dieser Vorgang im Zusammenhang mit Ausbildungen in Drittstaaten wird Nostrifizierung (bzw. bei Schulausbildungen: Nostrifikation) genannt.
- Ihre Ausbildung kann jedoch trotzdem durch Gleichstellung in bilateralen Abkommen (z.B. mit Bosnien und Herzegowina, China, Kosovo, Mongolei, Montenegro, Schweiz, Serbien) als gleichwertig gelten. Je nach Inhalt des Abkommens können aber zusätzliche Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen.
- Die Gleichwertigkeit der Ausbildung wird sonst im Einzelfall auch geprüft. Kriterien sind zum Beispiel Dauer der Ausbildung, Inhalt der Ausbildung, Tätigkeitsfeld, Berufserfahrungen, Abschluss der Ausbildung, etc. Wenn die Ausbildung den Umfang der österreichischen Ausbildung um mehr als 50 % unterschreitet, kann dies nicht durch Ergänzungsprüfungen ausgeglichen werden.
Wenn Sie Ihre Qualifikation in einem EU-/EWR-Staat abgeschlossen haben, wird grundsätzlich angenommen, dass Ihre Ausbildung mit der österreichischen gleichwertig ist.
Wenn Sie Ihre Ausbildung nicht in einem EU-/EWR-Staat abgeschlossen haben, dann wird nicht grundsätzlich angenommen, dass Ihre Ausbildung mit der österreichischen gleichwertig ist.
Je nachdem, für welchen Bereich Sie Ihre Qualifikation anerkennen lassen möchten und wo Sie diese erworben haben, gibt es unterschiedliche Verfahren, die Sie durchlaufen können bzw. müssen. In vielen Fällen müssen Sie solche Verfahren durchlaufen, bevor Sie in Österreich arbeiten dürfen.
Für bestimmte sogenannte "reglementierte Berufe" ist jedoch eine spezielle Qualifikation bzw. ein Titel erforderlich. Die Anforderungen können dabei von Land zu Land variieren.
Bei der Berufsanerkennung geht es darum, im Ausland erworbene Qualifikationen (z.B. Studienabschluss, Schulabschluss, Lehrabschluss) für eine Tätigkeit in Österreich anerkennen zu lassen.
Aufgrund der Freizügigkeit von Personen und Dienstleistungen dürfen Fachkräfte innerhalb der EU prinzipiell grenzüberschreitend arbeiten bzw. ihren Beruf ausüben oder Dienstleistungen anbieten.
Berufsanerkennungen
Bei der Berufsanerkennung geht es darum, im Ausland erworbene Qualifikationen (z.B. Studienabschluss, Schulabschluss, Lehrabschluss) für eine Tätigkeit in Österreich anerkennen zu lassen.
Je nachdem, für welchen Bereich Sie Ihre Qualifikation anerkennen lassen möchten und wo Sie diese erworben haben, gibt es unterschiedliche Verfahren, die Sie durchlaufen können bzw. müssen. In vielen Fällen müssen Sie solche Verfahren durchlaufen, bevor Sie in Österreich arbeiten dürfen.
Anerkennung ausländischer Qualifikationen
Aufgrund der Freizügigkeit von Personen und Dienstleistungen dürfen Fachkräfte innerhalb der EU prinzipiell grenzüberschreitend arbeiten bzw. ihren Beruf ausüben oder Dienstleistungen anbieten.
Für bestimmte sogenannte "reglementierte Berufe" ist jedoch eine spezielle Qualifikation bzw. ein Titel erforderlich. Die Anforderungen können dabei von Land zu Land variieren.
Anerkennung ausländischer Qualifikationen
Aufgrund der Freizügigkeit von Personen und Dienstleistungen dürfen Fachkräfte innerhalb der EU prinzipiell grenzüberschreitend arbeiten bzw. ihren Beruf ausüben oder Dienstleistungen anbieten.
Für bestimmte sogenannte "reglementierte Berufe" ist jedoch eine spezielle Qualifikation bzw. ein Titel erforderlich. Die Anforderungen können dabei von Land zu Land variieren.
Reglementierte Berufe
Gesetzliche Grundlage für die Anerkennung von Qualifikationen in der EU ist die Richtlinie 2005/36/EG. Sie gilt für reglementierte Berufe, wie Krankenpflege, Hebammen, Ärzt:innen, Zahnärzt:innen und Apotheker:innen, Architekt:innen und sowie Veterinärmediziner:innen.
Für Berufe, deren Anerkennung durch eigene Rechtsvorschriften geregelt ist, wie z.B. Rechtsanwält:innen, Seeleute, Versicherungsvermittler:innen, Fluglots:innen sowie einige andere Berufe findet sie keine Anwendung.
Wenn Sie einen reglementierten Beruf in Österreich ausüben möchten und eine Gleichwertigkeit Ihrer Qualifikation (z.B. durch Ihren Studienabschluss in einem EU-Land) besteht, müssen Sie trotzdem einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, der Ihnen die Gleichwertigkeit bestätigen muss. Welche Behörde konkret zuständig ist, hängt davon ab, um welchen Beruf es sich handelt.
Wenn Sie Ihre Qualifikation in einem EU-/EWR-Staat abgeschlossen haben, wird grundsätzlich angenommen, dass Ihre Ausbildung mit der österreichischen gleichwertig ist.
Dieser Vorgang im Zusammenhang mit EU-Ausbildungen wird berufliche Anerkennung bzw. Berufszulassung genannt.
- Die Ausbildung wird dann automatisch anerkannt (nur bei Ärzt:innen, Krankenpfleger:innen, Hebammen, Zahnärzt:innen, Apotheker:innen, Architekt:innen, Tierärzt:innen).
- Sonst wird die Gleichwertigkeit im Einzelfall geprüft und gegebenenfalls durch Ergänzungsprüfungen in Österreich hergestellt.
Wenn Sie Ihre Ausbildung nicht in einem EU-/EWR-Staat abgeschlossen haben, dann wird nicht grundsätzlich angenommen, dass Ihre Ausbildung mit der österreichischen gleichwertig ist.
Dieser Vorgang im Zusammenhang mit Ausbildungen in Drittstaaten wird Nostrifizierung (bzw. bei Schulausbildungen: Nostrifikation) genannt.
- Ihre Ausbildung kann jedoch trotzdem durch Gleichstellung in bilateralen Abkommen (z.B. mit Bosnien und Herzegowina, China, Kosovo, Mongolei, Montenegro, Schweiz, Serbien) als gleichwertig gelten. Je nach Inhalt des Abkommens können aber zusätzliche Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen.
- Die Gleichwertigkeit der Ausbildung wird sonst im Einzelfall auch geprüft. Kriterien sind zum Beispiel Dauer der Ausbildung, Inhalt der Ausbildung, Tätigkeitsfeld, Berufserfahrungen, Abschluss der Ausbildung, etc. Wenn die Ausbildung den Umfang der österreichischen Ausbildung um mehr als 50 % unterschreitet, kann dies nicht durch Ergänzungsprüfungen ausgeglichen werden.
Achtung
In den Gesundheitsberufen sind Sprachkenntnisse in Deutsch (mindestens auf dem Niveau B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens) ein zusätzliches Anstellungserfordernis! Sie müssen das aber erst für die Berufsausübung selbst nachweisen, nicht für die Anerkennung Ihrer Ausbildung.
Berufsanerkennungen
Bei der Berufsanerkennung geht es darum, im Ausland erworbene Qualifikationen (z.B. Studienabschluss, Schulabschluss, Lehrabschluss) für eine Tätigkeit in Österreich anerkennen zu lassen.
Je nachdem, für welchen Bereich Sie Ihre Qualifikation anerkennen lassen möchten und wo Sie diese erworben haben, gibt es unterschiedliche Verfahren, die Sie durchlaufen können bzw. müssen. In vielen Fällen müssen Sie solche Verfahren durchlaufen, bevor Sie in Österreich arbeiten dürfen.
Sonderfall
Nostrifikation einer Ausbildung im Gesundheits- und Krankenpflegebereich und Beantragung eines Aufenthaltstitels
Wenn Sie in einem reglementierten Gesundheits- und Krankenpflegeberuf (wie Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz, gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege) arbeiten möchten, muss Ihre Ausbildung nostrifiziert werden.
Ausnahme: Wenn Sie Ihre Ausbildung in einem Gesundheits- und Krankenpflegeberuf in einem EU-/EWR-Staat oder in der Schweiz abgeschlossen haben, können Sie eine Anerkennung beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und KonsumentenschutzAnerkennung beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) beantragen.
Ihr im Ausland erworbenes Diplom ist erst dann nostrifiziert, wenn Sie alle im Nostrifizierungsprozess vorgeschriebenen Prüfungen (und gegebenenfalls Praktika) bestanden haben.
Wenn Ihre Ausbildung an der Fachhochschule nostrifiziert wird, können Sie eine Aufenthaltsbewilligung Student beantragen. Wenn Sie in einen Nostrifikationskurs (z.B. in Wien am AWZ, Schule für Gesundheits- und Krankenpflege) aufgenommen wurden, können Sie während dieses Verfahrens unter Umständen eine Aufenthaltsbewilligung Schüler bekommen.
Hinweis: Wenn Sie eine Aufenthaltsbewilligung Schüler oder eine Aufenthaltsbewilligung Student haben, und nebenbei (unter Einhaltung der jeweiligen berufsrechtlichen Voraussetzungen) arbeiten möchten, braucht Ihr/e Arbeitgeber:in dafür eine Beschäftigungsbewilligung. Bei einem Antrag auf Beschäftigungsbewilligung für eine Tätigkeit bis zu 20 Wochenstunden darf das AMS kein Ersatzkraftverfahren durchführen. Für eine Tätigkeit über 20 Stunden darf das AMS ein Ersatzkraftverfahren drurchführen, in dem es prüft, ob gleich qualifizierte Fachkräfte vermittelt werden können.
Aufgrund von Sonderbestimmungen ist während eines Nostrifikations- bzw. Nostrifizierungsverfahrens unter bestimmten Umständenunter bestimmten Umständen (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) schon eine vorläufige Beschäftigung im Pflegebereich möglich.
Für einen Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot – Karte als Fachkraft in einem MangelberufRot-Weiß-Rot – Karte als Fachkraft in einem Mangelberuf (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) mittels Zweckänderung Ihres bisherigen Aufenthaltsbewilligung Schüler/Student beantragen benötigen Sie ein verbindliches Jobangebot.
Häufig gestellte Fragen
- 01
Wann muss ich meine Qualifikation anerkennen lassen?
Ob und wie Sie Ihre Qualifikation anerkennen lassen müssen bzw. können, hängt unter anderem davon ab, ob Ihr Beruf/Ihre Qualifikation in Österreich reglementiert ist. Wenn Ihr Beruf/Ihre Qualifikation in Österreich nicht reglementiert ist, ist grundsätzlich keine Anerkennung verpflichtend notwendig.
Eine Bewertung – eine freiwillige Anerkennung – kann trotzdem sinnvoll sein, z.B. wenn es um die Einordnung von Qualifikationen in Kollektivverträge, die Einordnung in betrieblichen Gehaltsschemata oder um die Beschäftigung im öffentlichen Bereich geht.
Beispiel: Die Ausbildung bzw. Berufsausübung von Yogalehrer:innen ist in Österreich nicht reglementiert. Daher müssen Sie Ihre Yogalehrerausbildung in Österreich nicht anerkennen lassen, um in Österreich als Yogalehrer tätig zu sein.
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Was sind reglementierte Berufe?
Um einen reglementierte Beruf selbsständig ausüben zu können, muss die Person eine bestimmte Qualifikation bzw. einen Titel aufweisen. Welche Berufe reglementiert sind und welche Anforderungen für ihre Ausübung erforderlich sind, ist in der EU unterschiedlich. Qualifizierte Fachkräfte, die sich für Stellen in anderen EU-Ländern bewerben wollen, müssen sich daher erst darüber informieren, welche Bedingungen erfüllt werden müssen.
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Welche reglementierten Berufe gibt es?
Um einen Überblick über die reglementierten Berufe in der EU und den Zugang zu diesen Berufsgruppen zu bekommen, hat jedes EU-Land eine Liste seiner reglementierten Berufe erstellt. Anschließend wurde eine gegenseitige Bewertung der Bedingungen für den Zugang zu den Berufen vorgenommen.
Ziel war es, einen einfacheren Zugang zu den Informationen über reglementierte Berufe in den EU-Ländern zu schaffen.
Es wurde außerdem eine Datenbank mit einer aktuellen Liste der reglementierten Berufe erstellt, die auch Informationen über die Voraussetzungen der Berufsausübung in den einzelnen EU- und EWR-Ländern sowie der Schweiz beinhaltet: Regulated professions databaseRegulated professions database (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)
Eine interaktive Karteinteraktive Karte (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet) zeigt darüber hinaus eine Verteilung der reglementierten Berufe nach Wirtschaftszweig in den einzelnen Ländern.
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Für welche Berufe benötige ich die European Professional Card (EPC)?
Dabei handelt es sich um ein elektronisches Zertifikat, das über ein EU-weites Online-Verfahren zur Anerkennung von Qualifikationen ausgestellt wird. Es könnte in Zukunft auch auf andere Berufe ausgeweitet werden.
Seit dem 18. Januar 2016 gilt für vorerst folgende 5 Berufe die European Professional Card (EPC):
- Krankenpflege
- Physiotherapeut:innen
- Apotheker:innen
- Immobilienmakler:innen
- Bergführer:innen - 05
Wo kann ich meine im Ausland erworbene Qualifikation anerkennen lassen?
Damit die Qualifikationen, die eine Person (aus einem EU- oder EWR Staat bzw. aus einem Drittstaat) vorweist auch anerkannt werden, ist es wichtig sich rechtzeitig bei der zuständigen Stelle in Österreich zu informieren. So können gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Maßnahmen für die Anrechnung von diesen getroffen werden und die Ausübung des Berufs verzögert sich nicht unnötig.
Es gibt in Österreich insgesamt vier Anlaufstellen, die für die Anerkennung und Bewertung von im Ausland erworbenen Qualifikationen zuständig sind. Sie befinden sich in Wien, Linz, Graz und Innsbruck. Darüber hinaus finden wöchentliche Sprechtage in allen weiteren Landeshauptstädten Österreichs statt.
- AST Wien, AST Niederösterreich und Nordburgenland sowie die Koordination der Anlaufstellen (AST-Koordination) beim Beratungszentrum für Migrant:innen in Wien
- AST Oberösterreich und Salzburg bei migrare – Zentrum für Migrant:innen OÖ in Linz
- AST Steiermark, Kärnten und Südburgenland bei ZEBRA – Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum in Graz und
- AST Tirol und Vorarlberg bei ZeMiT – Zentrum für Migrant:innen in Tirol in InnsbruckMit dem Ziel eine qualifikationsadäquate Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, wird im Sinne des § 5 Anerkennungs- und Bewertungsgesetzes (AuBG) eine kostenlose mehrsprachige Information, Beratung und Begleitung im gesamten Anerkennungs- bzw. Bewertungsverfahren angeboten.
Dabei wird zunächst abgeklärt, ob eine formale Anerkennung notwendig bzw. möglich ist. Gegebenenfalls werden beglaubigte Übersetzungen von Diplomen und Zeugnissen eingeholt. Es wird Unterstützung bei der Beantragung von Bewertungen und falls erforderlich im Anerkennungsprozess angeboten. Darüber hinaus wird über weiterführende Bildungs- und Beratungsmöglichkeiten informiert. Sollte eine Anerkennung nicht möglich sein, werden von dem/der zuständigen AST-Berater:in Alternativen ausgearbeitet und falls erforderlich, der Kontakt zu Kooperationspartner:innen hergestellt.
Der kostenlose Service der ASTen steht in Österreich wohnhaften Personen zur Verfügung, die im Ausland berufliche Qualifikationen erworben haben, welche über die Pflichtschule hinausgehen. Das Beratungsangebot richtet sich an Personen, die grundsätzlich Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt haben, ist jedoch unabhängig von deren Beschäftigungsstatus (arbeitslos, berufstätig), Staatsbürgerschaft oder Herkunft.
Ziel ist es die individuellen Potenziale von qualifizierten Personen aus dem Ausland zu fördern und damit wertvolle Fachkräfte für den österreichischen Arbeitsmarkt zu sichern.
Nähere Informationen unter www.anlaufstelle-anerkennung.atwww.anlaufstelle-anerkennung.at (wird in einer neuen Registerkarte geöffnet)
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Wie kann ich in Österreich studieren?
An einer österreichischen Universität dürfen nur Personen mit allgemeiner Universitätsreife studieren. Als Nachweis dafür dient meistens das Abschlusszeugnis einer höheren Schule. Sollte das Zeugnis nicht auf Deutsch oder Englisch vorliegen, müssen Sie es für den Einwanderungsprozess nach Österreich übersetzen lassen.
Your Personal Guide
Der "Personal Guide" bietet Ihnen praktische Tipps für Ihren Start in Österreich. Finden Sie grundlegende Informationen von A wie "Arbeitssuche" bis Z wie "Zentrales Melderegister".